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Hintergrund

Die Sonne übt bekanntermaßen einen sehr starken Einfluß auf das Klima der Erde aus. Daher sind Untersuchungen der Sonnenaktivität mit verschiedenen Methoden von Interesse.

Der ca. elf-jährige Aktivitätszyklus kann sehr schön an Hand der Anzahl der Sonnenflecken, die ein Phänomen der Photosphäre darstellen, beobachtet werden. Diese können sowohl als Einzelflecken als auch in Gruppen auftreten. Ein Maß ist die ,,Sonnenfleckenrelativzahl``, die wie folgt definiert ist:
\begin{displaymath}
R = k \times \left(10 \, g ~ + ~ f \right)\end{displaymath} (1)

R ... Relativzahl
k ... Faktor, abhängig von atmosphärischen Bedingungen, Instrument, Beobachter, Höhe der Sonnenaktivität
10 ... Gewichtsfaktor für die Gruppenzahl
g ... Gruppenzahl
f ... Einzelfleckenzahl


Weitere Aussagen können durch Auswertung des Linienspektrums (Verhältnis zwischen Kontinuums- und Linienintensität, Linienprofil) gewonnen werden. Linien entstehen in verschiedenen Schichten der Sonnenatmosphäre und stellen somit ein Maß für die Aktivitäten dieser Schichten dar. Durch Vergleiche von Spektrallinien z.B. mit der Anzahl der Sonnenflecken kann der Ort der Entstehung der Linie geklärt werden.


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Bernhard Seiwald
1/11/1999